Lichtinstallation; mit EL- und LED-Glasmodulen, Mehrkanal-Ton- und Lichtsystem, MIDI-/DMX-Steuerung, Rechner
licht.bad, 2008
Installationsansicht: Kunstmuseum Heidenheim, 2008
Die Installation licht.bad nimmt Bezug auf die frühere Funktion des Kunstmuseums Heidenheim als Volksbad. Akustisch gesetzte, virtuelle „Wassertropfen“ treffen in das Feld des ehemaligen Beckens und lösen auf 45 Glasplatten wellenförmige Lichtbewegungen aus. Die Mehrkanal-Komposition, entstanden in Zusammenarbeit mit dem Musiker Olaf Boqwist, basiert auf realen Schwimmbadgeräuschen und verbindet Klang und Licht zu einer gemeinsamen räumlichen Struktur.
Die Arbeit erzeugt ein Wahrnehmungsfeld, in dem akustische Impulse Lichtbewegungen aktivieren. Das Leuchten der Glasflächen, die Verzögerungen zwischen Klangereignis und Lichtereignis sowie die räumliche Verteilung der Module lassen ein Bild entstehen, das sich im Gehen und Hören fortlaufend verändert. Der Raum wird rhythmisch gegliedert und als eigenes Medium erfahrbar, in dem sich die Erinnerung an die Wasseroberfläche des ehemaligen Bades
als abstrakte, rhythmische Bewegung manifestiert.
Die Steuerung der Licht- und Tonebenen erfolgt über acht MIDI-Spuren, die über einen zentralen Rechner mit der DMX-Lichttechnik verknüpft sind. MIDI dient als digitale Notation, die die Abläufe für Klang und Licht präzise vorgibt: Sechs Spuren steuern den Synthesizer-Klang und zwei die Modulation der EL- und LED-Glasmodule.