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Installation

Stabwerk, 2010

Lichtinstallation; LED-hinterleuchtete Aluminiumprofile, satiniertes Acrylglas, DMX-Steuerung, geloopte Farblichtsequenz, 2:42 min, 250 × 300 cm

Installationsansicht: Galerie der HBKsaar, 2010

Die Installation besteht aus schlanken, zweiteiligen Leuchtstäben aus Aluminium, die auf dem Boden stehen und locker an die Wand gelehnt sind. Vorder- und Rückseite geben unterschiedlich programmierte Farbsequenzen ab. Hinter satiniertem Acrylglas verschmelzen die innen liegenden LED-Bänder zu gleichmäßigen Farbstreifen; einzelne Lichtpunkte sind nicht sichtbar.

Die Installation formt ein Wahrnehmungsbild, in dem sich zwei getrennte Lichtfelder überlagern: Die rückseitigen Lichtbänder werfen farbiges Reflexionslicht auf die Wand, während die vorderseitigen Lichtlinien in den Raum hineinwirken. Zwischen Fläche und Linie entsteht ein wechselndes Verhältnis von räumlicher Nähe und Distanz.

Die langsamen Farbwechsel und die gelegentlich „laufenden“ Übergänge zwischen den Stäben erzeugen eine Zeitstruktur, die das Sehen moduliert. Die Farbschichten verschieben sich gegeneinander und bilden ein instabiles Bild, das sich im Blick der Betrachtenden stets neu zusammensetzt.

Die Animation folgt rund 40 farbcodierten Einzelbildern und ist als Möbiusschleife angelegt: Vorder- und Rückseite tauschen im Verlauf ihre Rollen, bevor der Zyklus in eine weitere Endlosschleife übergeht. Dadurch wird die Wand nicht als statischer Hintergrund, sondern als aktiver Teil des Bildgeschehens im Raum erfahrbar.